Kahles Bruchkraut - Herniaria glabra

Bruchkraut

Kahles Bruchkraut - Herniaria glabra - auf einem Straßen-Bordstein

Bruchkraut

Familie: Nelkengewächse
Das Kahle Bruchkraut (Herniaria glabra) oder Harnkraut ist eine ein- bis mehrjährige krautige Pflanze, die am Boden dicht anliegt. Sie wächst auf Wegen, Sandrasen in Pflasterfugen, ist trittfest.
Getrocknet riecht das Kahle Bruchkraut nach Waldmeister.

Infografik zum Kahlen Burchkraut:
Thomé, Otto Wilhelm): Flora von Deutschland Österreich und der Schweiz, Gera 1885; Zugriff über Wikipedia – die freie Enzyklopädie – im Juli 2016.

Namen

Gattungsname Herniaria aus dem Lateinischen: hernia = Leistenbruch. Der Name erinnert an die mittelalterliche Verwendung als Heilpflanze gegen Leistenbruch. Die Verwendung als Heilpflanze ist ein Beispiel für die Signaturenlehre: Die Erscheinung der Pflanze – Form, Eigenschaft – gibt den Hinweis auf die Heilwirkung. In diesem Fall sollte die Brüchigkeit der Pflanzensprosse gegen einen Bruch helfen.
Artname glabra aus dem Lateinischen: glabrus = glatt, kahl, haarlos.

Bruchkraut
Bruchkraut
Stängel mit Blättern und Blütenstand
 
Bruchkraut
Bruchkraut

Blüte

5 – 10 Blüten in blattachselständig Knäulen. Blüten fünfzählig, 2 – 4 mm im Durchmesser. Kelchblätter grün elliptisch. Kronblätter, weiß, kleiner als die Kelchblätter, oft fehlend.
Blütezeit: Juni bis Oktober

Stängel, Blätter

Stängel, kahl, 5 – 15 cm lang oder länger, grün bis gelblichgrün.
Blätter elliptisch, kahl, 3 – 7 mm lang, gegenständig bis wechselständig.

Frucht

Einsamige Nüsschen in bleibender Blütenhülle. Samen glänzend schwarz, linsenförmig, 0,5 mm lang.

Fundstellen im Dreisamtal

Literatur / Links für weitere Informationen

Juli 2016