Gemeine Löwenzahn – Taraxacum officinale

Löwenzahn

Wiese mit Gemeinem Löwenzahn (Taraxacum officinale), Pflanzen mit Blüten- und Fruchtstand, östlich von Freiburg-Ebnet.

Infografik

Familie: Korbblütler
Der Gemeine Löwenzahn (Taraxacum officinale) oder Wiesen-Löwenzahn, Kuhblume ist eine 10 – 50 cm hohe, krautig Pflanze, mit gelben Blütenkörbchen. Sie wächst auf Fettwiesen, auf Äckern, Weiden, Ruderalstellen, ist Kulturbegleiter. In den Alpen findet man sie bis 2600 m.
Hinweis: Die Gattung Taraxacum ist außerordentlich formenreich und ist in fortlaufender Bildung neuer Sippen begriffen [SchF2003, Seite 636]. So benennt Taraxacum officinale nur eine Artgruppe, wohl gleichbedeutend mit Taraxacum sect. Ruderalia.

Infografik zum Löwenzahn:
Köhler, Eugen Franz: Köhler’s Medizinal-Pflanzen; Gera 1883 bis 1914; Zugriff über Wikipedia, April 2016

Löwenzahn
Löwenzahn

Gemeiner Löwenzahn – Taraxacum officinale – auf innerörtlichem Terrain, als Bordsteinpflanze.

Name

Gattungsname Taraxacum, Herkunft unklar.
Artname officinale aus dem Lateinischen: officinalis = ärztliche. Zur Wirkung des Löwenzahn siehe Wikipedia - Die freie Enzyklopädie.
Löwenzahn, da die Blätter an Raubtierzähne erinnern. Zahlreiche volkstümliche, regional mundartliche Namen sind in Gebrauch.

Von der Knospe zur Blüte

Löwenzahn
Löwenzahn
Löwenzahn

Blütenknospen eines Gemeinen Löwenzahns.
 

Löwenzahn
Löwenzahn
Löwenzahn

Enthüllter Blütenkorb eines Gemeinen Löwenzahns – Taraxacum officinale.

Blüten

Gelbe Blütenkörbchen aus Zungenblüten mit bis zu 200 Einzelblüten, 3 – 5 cm im Durchmesser. Blütenkörbchen sitzt einzeln auf blattlosem, röhrigem Stängel über zurückgeschlagenen, abtrocknenden Hochblättern.
Die wirtelig angeordneten, 10 bis 30 Hüllblätter bilden zunächst einen geschlossenen Schutz für die Blütenknospe. Sie öffnen und schließen sich mit dem Blütenstand und bleiben bis zur Fruchtreife grün.
Blütezeit: April bis Oktober

Löwenzahn
Löwenzahn
Löwenzahn

Blick in die Blüten von Gemeinem Löwenzahn – Taraxacum officinale.

Fruchtstand

Schlanke, tonnenförmige, mit haarigen Flugschirmen ausgestattete, einsamige Schließfrucht (Achäne), diese nach oben mit schuppigen Weichstacheln besetzt.
Der Fruchtstand ist Namensgeber für „Pusteblume“.
Fruchtreife: Ab April, 3 – 4 Wochen nach dem Aufblühen

Löwenzahn
Löwenzahn
Löwenzahn
Vom geschlossenen Fruchtstand zur "Pusteblume" ...
Löwenzahn
Löwenzahn
Löwenzahn
... bis hin zum kahlen Fruchtboden.

Stängel und Blätter

Blattloser, röhriger, außen schwach befilzter Stängel. Am oberen Ende spiralig verteilt 30 bis 40 Hochblätter, bald austrocknend; darüber ein Wirtel von Hüllblättern.
Blätter in grundständiger Rosette; Blätter grün, länglich, tief fiederspaltig gelappt und gezähnt, formenreich.

Löwenzahn
Löwenzahn
Blattrosetten von zwei verschiedenen Pflanzen mit recht unterschiedlich geformten Laubblättern.
 
Löwenzahn
Löwenzahn
Ober- und Unterseite eines Laubblatts.
Löwenzahn
Laubblattoberseite.

Fundstellen im Dreisamtal

Links zu weiteren Informationen

März 2016