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Echtes Mädesüß - Filipendula ulmaria

Familie: Rosengewächse
50 – 150 cm hohe, ausdauernde, krautige Pflanze; wächst auf feuchten Wiesen, an Bachufern, Graben-
rändern bis 1.300 m.
Alte Heilpflanze, bereits bei Theophrast (um 371 v.Chr. bis 287 v.Chr.) erwähnt, auch als Duftpflanze und in der Küche verwendet.

Echtes Mädesüß am Dreisamufer Zweig mit Blüten

Infografik zum Echten Mädesüß aus:
Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1885, Gera, Deutschland (gesehen in Wikipedia, die freie Enzyclopädie, Juli 2012)


Namen

Gattungsname Filipendula vom lateinischen filum = Faden und pendulus = hängend, wegen der knolligen Verdickungen der Wurzeln.
Artname ulmarius = ulmenartig, wegen der Ähnlichkeit der Fiederblätter zum Blatt der Ulme, daher auch der Name Rüsterstaude.
Deutscher Namen „Mädesüß“, weil die Pflanze Mähwiesen - altdeutsch: mada - einen süßlichen Duft verleiht oder wegen der ehemaligen Verwendung zum Würzen von Met [DüKu2005, Seite 205].
Weitere Namen für das Mädesüß: Rüsterstaude, Wiesen-Geißbart, Spierstaude.


Zweig mit Blütenknospen Blütenknospen Bütenknospen in Nahansicht

Blüten

Blütenstand: vielstrahlige Trugdolden; Blüten klein, nach Mandeln oder Honig duftend, in der Regel mit fünf weißen bis cremefarbenen, bis zu 5 mm langen Kronblättern.
Staubblätter mit weißen Staubfäden und gelben Staubbeuteln.
Fruchtblätter eiförmig, grün; Griffel weiß mit rundlicher, gelber Narbe.
Blütezeit: Juni bis August
                                    Foto rechts: aufplatzende Blütenbknospen

Blütenstand Blüten in Nahansicht

Stängel und Blätter

Stängel rötlich, aufrecht nur oben etwas verzweigt, schwach kantig, meist kahl.
Blätter dunkelgrün, stark geadert, unpaarig gefiedert, lang gestielt; 2 – 5 große Fiederpaare, dazwischen unregelmäßig viele kleine Fieder; Fiederblätter kahl, eiförmige, doppelt gesägten, Unterseite kahl oder weißfilzig.

Stängel und Blätter Stängel, Blätter Stängel, Detail des vorherigen Fotos
gefiedertes Blatt gefiedertes Blatt Blatt, Ober- und Unterseite
Foto unten: Ausschnitt einer Blattunterseite

Fundstellen


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