Zwiebel-Zahnwurz - Cardamine bulbifera

Zwiebel-Zahnwurz

Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera) besucht von einem Aurorafalter.

Zwiebel-Zahnwurz

Familie: Kreuzblütler
Die Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera oder Dentaria bulbifera) ist eine mehrjährige krautige, hell violett blühende Pflanze mit Wuchshöhen von 30-60 cm. Sie wächst in Laubwäldern, vorrangig Buchenwäldern, ist kalkliebend.

Infografik zur Zwiebel-Zahnwurz:
Thomé, Otto Wilhelm: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz; Gera 1885; Zugriff über Wikipedia – die freie Enzyklopädie – Januar 2017.

Namen

Gattungsname Cardamine, lateinischer Name für Kresse. Der Gattungsname Dentaria stammt vom lateinischen dens = Zahn, denn das Rhizom (unterirdischer Speicherspross) der Pflanze zeigt zahnförmige Blattnarben.
Artname bulbifera = „Bulbillen tragend“, rührt von den bräunlich-violetten Brutknospen (Bulbillen) her, die in den Blattachseln zu finden sind.

Blüten

Traubiger Blütenstand aus 4 bis 12 Blüten; typische Kreuzblütler-Blüten aus vier grünlich bis violette Kelchblättern, 5 bis 7 mm lang, sowie vier violetten bis weißen Blütenkronblätter, 13 bis 20 mm lang.
Im von den Blütenblätter umschlossenen länglich ovalen Raum befinden sich zwei zusammengewachsene Fruchtblätter und sechs Staubblätter, vier lange und zwei kurze, angeordnet in zwei Ovalen.
Blütezeit: April bis Mai

Zwiebel-Zahnwurz
Zwiebel-Zahnwurz
Zwiebel-Zahnwurz
Zwiebel-Zahnwurz

Stängel und Blätter

Aufrechter, unverzweigter, kahler Stängel, im unteren Bereich manchmal kurzhaarig.
Gestielte, lanzettliche Einzelblätter mit gesägtem Rand im oberen Stängelbereich sitzen. Zwei- bis dreipaarig gefiederte Blätter im unteren Bereich des Stängels; Teilblättchen lanzettlich mit gesägtem Rand.

Zwiebel-Zahnwurz

Laubblatt im oberen Stängelbereich.
 

Zwiebel-Zahnwurz

Gefiederte Laubblätter im unteren Stängelbereich.

Zwiebel-Zahnwurz

Brutknollen (Bulbillen) - Detail vom linken Foto.

Vegetative Vermehrung

Reife Früchte – weiß Schoten – sind selten zu finden. Die Zwiebel-Zahnwurz vermehrt sich hauptsächlich durch Brutknollen (Bulbillen), die in den Blattachseln als bräunlich-violette Knoten wachsen und zum Teil von Ameisen verschleppt werden. Die Brutknollen sind 3 bis 7 mm lang, kugelig bis eiförmig. Auch der unterirdische Speicherspross (Rhizom) trägt zur Vermehrung bei.

Fundstellen im Dreisamtal

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Januar 2017