Buschwindröschen - Anemone nemorosa

Buschwindröschen

Buschwindröschen (Anemone nemorosa) im Konrad-Guenther-Park, Freiburg-Waldsee, begleitet vom violett blühenden Gefingertem Lerchensporn (Corydalis solida)

Buschwindröschen

Familie: Hahnenfußgewächse
Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ist eine 10-25 cm hohe, weiß blühende, ausdauernde, krautige Pflanze. Sie wächst in lichten Laubwäldern, Gebüschen und auf Waldwiesen und bildet meist dichte, bodenbedeckende Bestände.
Pflückt man Buschwindröschen, welken sie sehr rasch, da Blüte und Blätter keinen Verdunstungsschutz besitzen. Nur der feuchte Waldboden im Frühjahr besitzt soviel Feuchtigkeit, dass die Pflanzen sich ausreichend mit Wasser versorgen können.
Die ganze Pflanze ist leicht giftig. Früher wurde sie zur Herstellung von Pfeilgift verwendet.

Infografik zum Buschwindröschen:
Thomé, Otto Wilhelm: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, Gera 1885. Zugriff über Wikipedia – die freie Enzyklopädie – im Juli 2016.

Namen

Gattungsname Anemone aus dem Griechisch: anemos = Wind.
Artname nemorosa aus dem Lateinischen: nemorosa/-us = waldreich, schattig, dichtbetändig.
Der etymologische Bezug auf das Griechische führte zum deutschen Namen „Windröschen“.

Blüten

Blütenstand: pro Pflanze wird in der Regel eine Blüte gebildet.
Blüte: 6 weißen oder rosa überlaufenen Blütenblättern, aber auch 7 bis 12 Blütenblätter kommen vor; Durchmesser von 2 – 4 cm; keine Kelchblätter.
In jeder Blüte befinden sich zahlreiche Staubblätter und viele freie, längliche Fruchtkoten.
Blütezeit: März bis Mai

Buschwindröschen
Buschwindröschen

Foto links:
Pflanze mit 6 Blütenblättern.

Foto rechts:
Pflanze mit 7 Blütenblätter.
 

Buschwindröschen
Buschwindröschen
Buschwindröschen

Blüten in verschiedenen Ansichten.

Fruchtstand

Die in der Blüte befindlichen freien Fruchtknoten (siehe Bild 3) entwickeln sich zu je einem einsamigen, dicht kurzborstigen Nüsschen. Die vielen Nüsschen zusammen bilden einen Sammelfruchtstand.

Buschwindröschen
Buschwindröschen
Buschwindröschen

Fruchtstand: Durchmesser ca. 9 mm; Nüsschen etwa 4-5 mm lang.

Blätter

Zur Blütezeit fehlen grundständige Blätter.
Am oberen Stängeldrittel sitzen in einem Quirl (Wirtel) drei deutlich gestielte, jeweils handförmig dreiteilige Hochblätter mit grob gesägten Abschnitten. Aus dem Blattgrund der drei Blätter wächst der Blütenstiel.

Buschwindröschen
Buschwindröschen
Buschwindröschen

Herbarium

Buschwindröschen
Buschwindröschen
Buschwindröschen

Buschwindröschen gepflückt in Rastatt – Deutschland, Baden-Württemberg.
Größe des Herbarium-Blatts:
20 x 9 cm.

Herbarium-Blatt mit zwei Ausschnitten

Fundstellen im Dreisamtal

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August 2016