Roßkopf

Roßkopf

Blick von Süden auf den Roßkopf: der charakteristische Gipfeleindruck mit den weit sichtbaren Windkraftanlagen. Vor den zwei sich fast verdeckenden Windrädern ist der Roßkopfturm zu erkennen (Foto von 2014).

Der Roßkopf ist ein 737m hoher Berg im Mittleren Schwarzwald auf der Kammlinie zwischen dem Glottertal und dem Zartener Becken am Rande des Freiburger Stadtgebiets.

Bergkamm

Diese Kammlinie ist der westliche Teil des Bergkamms, der das Zartener Becken nach Norden begrenzt.

Dieser zieht sich vom Ostrand Freiburgs über den Schlossberg (456m) hinauf zum Roßkopf und weiter über den Hornbühl (727m) zum Flaunser (866m) und Brombeerkopf (864m).

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)

Von den Hängen des Roßkopfs fließen von seiner Kammlinie nach Nord hinunter der Michelbach ins Glottertal und nach Westen die Bäche Altbach, nach Freiburg-Zährigen, sowie der Glasbach, nach Herdern. Nach Süden ins Zartener Becken hinunter fließen ein Bach durch den St.-Ottiliendobel (Musbachtal) sowie die Quellbäche des Welchentalbachs.

Roßkopf
Roßkopf

Auf dem Roßkopf treffen die Grenzen dreier Gemarkungen in einem Punkt zusammen: die Grenze der Gemarkung Gundelfingen, die von Freiburg und die der früher eigenständigen Gemeinde Ebnet.
An diesem Drei-Gemarkungs-Eck nordöstlich vom Roßkopfturm steht ein Grenzstein – Breitengrad: 48° 0' 36,1" N) / Längengrad: 7° 54' 6,222" O, der das Zusammentreffen der drei Gemarkungen dokumentiert.

Roßkopf
Roßkopf
Roßkopf

Die jeweiligen Grenzsteinseiten sind passend beschriftet (von links nach rechts): "GG" für Gemarkung Gundelfingen; "GF" für Gemarkung Freiburg; "GE" für Gemarkung Ebnet. Die Freiburger Seite zeigt auch das Stadtwappen.

Zahlreiche historische Grenzsteine weisen ebenfalls noch auf diese Grenzen hin. In der Nähe des Roßkopf-turms sind drei von ihnen zu entdecken:

Roßkopf
Roßkopf
Roßkopf
Roßkopf

Die Fotos oben zeigen zwei Grenzsteine südlich vom Roßkopfturm. Sie stehen am breiten „Grenz“- und Kammweg hinunter nach Ebnet.
Die beiden linken Fotos zeigen einen Grenzstein von 1790. Er steht rund 100m weit vom Roßkopfturm entfernt, westlich neben dem Kammweg. Seine Seite zum Welchental hin zeigt das Wappen derer von Sickingen (Foto links), die Seite nach Freiburg das Wappen der Stadt (Foto in der Mitte).
Kurz vor dem Einstieg zur Mountainbike-Strecke steht der Stein des rechten Fotos. Auf ihm sieht man im Hintergrund den Fuß des Roßkopfturms.

Das rechte Foto zeigt einen Grenzstein zwischen Ochsenlager und Roßkopf, nordöstlich vom Gipfel. Er zeigt auf rundem Wappenschild das Wappen derer von Sickingen, weist also auf die Gemarkung Ebnet zu. Weitere Details auf seinen anderen Seiten sind nicht zu erkennen.

Mehr zu den Grenzsteinen vom Roßkopf hinunter ins Zartener Becken auf der Westgrenze zwischen Freiburg und Ebnet: siehe Bergkamm der Grenzsteine – FR-Ebnet-West

Roßkopfturm und Schutzhütte

Der Berg ist mit laubbaumreichem Mischwald bewachsen. Dieser umschließt eine schmale, freie Fläche nahe am Gipfel und weiter die Kammhöhe entlang nach Nordosten.
In der Nachbarschaft des Gipfels ragt der Roßkopfturm (Friedrichsturm), ein rund 35 Meter hoher Aussichts-turm, über die Baumwipfel hinaus. Er wurde 1889 in Stahlgerüstbauweise errichtet.
Südlich vor dem Turm steht eine kleine Schutzhütte und ist ein Grillplatz angelegt.

Roßkopf
Roßkopf
Roßkopf

Ausblicke von der Turmplattform - in Richtung Nordwest

Roßkopf

Foto links:
Blick über das Freiburger Industriegebiet Nord hinweg zum Kaiserstuhl – in der Mitte der Totenkopf mit Sendemast – und in der Ferne die Vogesenkette.

Foto rechts:
Herangezoomt: Das Europa-Park-Stadion des SC-Freiburg, davor der Freiburger Flugplatz.

Roßkopf

Foto links:
Der Blick neben die Turmplattform – die Baumwipfel mit dem Schatten der Turmspitze.

Foto rechts:
Auf halber Turmhöhe – Früchte und Blätter eines Kastanienbaums vis-à-vis.

Schutzhütte und Grillplatz

Roßkopf
Roßkopf
Roßkopf

Foto links: Der Vorplatz des Roßkopfturms an einem frühen Montagmorgen im August 2025.
Foto in der Mitte: Die Südseite des Roßkopfturm-Vorplatzes mit Grillplatz und Schutzhütte vom Turm aus gesehen.
Der breite Weg nach links oben führt zum Beginn der Borderline-Mountainbike-Strecke. Der schmale Weg daneben
führ den Berg hinab, z.B. zum Waldgasthaus von St. Ottilien.
Foto rechts: Ein sonniger Märztag im Jahr 2014.

Beliebter Treffpunkte für Wanderer und Mountainbiker im Raum Freiburg

Den Roßkopf erreicht man von Freiburg und dem Dreisamtal aus, vom Wildtal oder dem Glottertal aus zu Fuß oder per Mountain-Bike (siehe den Kartenausschnitt von OpenTopoMap).
Zu Fuß beginnen die kürzesten Anstiegsstrecken am Waldgasthaus St. Ottilien.

Roßkopf

Am Fuß der Turm-Westseite: Hinweistafel "Mountainbike Wegnetz Freiburg" und Wegweiser.

Hinweistafel des
"Mountainbike Freiburg.e.V."
am Einstieg zum Trail südlich vom Roßkopfturm.

Über den Roßkopf führt der „Kandelhöhenweg“, eine Wanderstrecke von Freiburg nach St. Peter, und der
Roßkopf ist der Ausgangspunkt dreier Downhill-Strecken des Mountainbike Freiburg e.V.:
- „Borderline“ hinunter zur Jugendherberge Freiburg (ca. 3,2km)
- „Baden to the Bone“ hinunter nach Zähringen (ca. 3,1km)
- „Hubbelfuchs“ hinunter nach Herdern / Zähringen (ca. 2,1km)

Windenergie-Anlage und Sendemast (?)

Roßkopf

Seit 2003 befinden sich in Gipfelnähe eine Windenergie-Anlage. Bis ins Jahr 2025 drehten sich vier Windräder am Roßkopf. Ab 2026 werden sie durch zwei höhere und leistungsstärke ersetzt sein.
In den nächsten Jahren soll die Windkraftanlage am Roßkopf kräftig ausgebaut werden. Die vier oben vorgestellten, bisherigen Windräder werden gesprengt und durch zwei neue ersetzt, jede mit 229m Gesamthöhe.

Neben den Windrädern steht noch ein Funkmast.
Wer ihn betreibt und wozu er dient konnte der Autor der Seite nicht ausfindig machen.

Roßkopf

Bei Ki-Suchanfragen hat er jedoch erlebt, dass die Antworten nicht zutreffend können.

Foto oben rechts von 2008: Die vier Windräder betrieben von 2003 bis 2025,
gesehen aus dem Zartener Becken - Kirchmatten – von Südosten.

Foto rechts von 2024: Zwei der Windräder auf dem Roßkopf-Kamm,
gesehen von der untersten Turmplattform aus. Zwischen beiden der
Funkmast.

Fotos links von August 2025:

Blick vom Fuß des Rosßkopfturms nach Norden auf den vergrößerten, freien Platz mit Containern und dem breiten Betonturm des neuen, repowerten Windrads. Im Hintergrund der Funkmast und ein Windrad aus dem Jahr 2003.

Blick von der Aussichtsplattform nach Norden auf den breiten und hohen Betonturm des neuen, repowerten Windrads. Noch ist keine Gondel mit Rotor aufgesetzt. Im Hintergrund der Funkmast und zwei der noch stehenden Windräder aus dem Jahr 2003.

Schritte zum Repowering der Windenergie-Anlage Roßkopf: Fotostrecke und Informationen

Links und Literatur

Dezember 2024